Ich glaube, mit 45 verändert sich nicht unbedingt das, was man machen möchte.
Aber vielleicht verändert sich ein bisschen der Blick darauf, wie man es möglichst lange machen kann.
Ich möchte weiterhin Trails und Berge hochlaufen. Krafttraining machen. Hindernisse überwinden. Neue Sportarten ausprobieren. Und ehrlich gesagt habe ich auch noch nicht vor, damit so schnell aufzuhören. 😉
Mit 25 hätte ich womöglich niemals gedacht, dass ich mit Mitte 40 noch so sportlich unterwegs sein würde.
Und gleichzeitig hat sich etwas verändert:
Ich gehe heute anders mit meinem Körper um als früher.
Mit 25 war die Rechnung ziemlich einfach
Ich habe trainiert, gegessen und weitergemacht.
Wird schon passen. 😂
Ich war aber auch öfter feiern, habe Alkohol getrunken und mir über Dinge wie Regeneration, Beweglichkeit oder die Frage, wie ich meinen Körper rund ums Training sinnvoll unterstützen kann, einfach deutlich weniger Gedanken gemacht.
Ich konnte arbeiten, trainieren, abends feiern gehen und am nächsten Tag trotzdem einfach weitermachen.
Heute funktioniert das nicht mehr ganz so kommentarlos. 😂
Nach einem guten Festl verbringe ich inzwischen gefühlt zwei Tage damit, wieder unter die Lebenden zu kommen.
Aber ehrlich gesagt? Das finde ich gar nicht schlimm.
Denn älter zu werden bedeutet für mich nicht automatisch, weniger aktiv zu sein oder keinen Spaß mehr haben zu können.
Es bedeutet für mich eher, aufmerksamer dafür zu werden, was mir tatsächlich guttut.

Ich möchte nicht weniger machen
Ich habe nicht vor, mit 45 plötzlich nur noch gemütlich spazieren zu gehen, weil man das in meinem Alter angeblich so macht. 😜
Ich möchte weiterhin OCR laufen.
Krafttraining machen.
Hindernisse überwinden.
Neue Sportarten ausprobieren.
Und ich möchte auch weiterhin Dinge machen, bei denen ich vorher nicht genau weiß, ob ich sie eigentlich kann.
Genau das macht für mich einen großen Teil von Sport aus.
Nicht immer wissen, wie etwas ausgeht – und es trotzdem ausprobieren.
Aber mein Körper bekommt heute mehr Aufmerksamkeit
Was sich verändert hat, ist nicht unbedingt meine Lust auf Bewegung.
Sondern mein Umgang damit.
Heute frage ich mich häufiger:
Was tut mir gut?
Was braucht mein Körper?
Wie kann ich Training, Regeneration und meinen Alltag sinnvoll miteinander verbinden?
Denn mein Alltag besteht ja nicht nur aus Sport.
Ich bin Mama, Trainerin, selbstständig und ständig mit irgendwelchen Projekten beschäftigt.
Da muss mein Körper nicht nur eine Trainingseinheit schaffen.
Er muss auch den Rest meines aktiven Lebens mitmachen. 😉

Deshalb beschäftige ich mich heute mehr mit Supplements
Das ist tatsächlich ein Thema, dem ich früher deutlich weniger Aufmerksamkeit gegeben habe.
Nicht, weil ich heute plötzlich der Meinung bin, dass man möglichst viele Supplements braucht.
Ganz im Gegenteil.
Ich möchte nicht drölfzig verschiedene Dosen im Schrank stehen haben, nur weil irgendwo steht, dass man das alles unbedingt braucht.
Ich schaue heute eher:
Was unterstützt mich sinnvoll?
Was passt zu meinem aktiven Alltag?
Und genau darüber möchte ich hier auf Michis Magazin künftig mehr erzählen.
Nicht als allgemeingültige Anleitung und schon gar nicht nach dem Motto „Das musst du jetzt auch nehmen“.
Sondern einfach als das, was es für mich ist:
Meine Erfahrungen als 45-jährige Sportlerin und Trainerin.
Ich will nicht jünger werden
Das ist vielleicht der wichtigste Punkt.
Ich möchte gar nicht wieder 25 sein.
Ich möchte auch nicht so tun, als wäre mein Körper mit 45 genauso wie mit 25.
Aber ich möchte mich auch nicht von meinem Alter davon abhalten lassen, Dinge zu tun, die mir Spaß machen.
Ich möchte mich auch mit 50, 60 oder 70 noch bewegen können.
Laufen.
Reisen.
Trainieren.
Neue Dinge ausprobieren.
Und vielleicht immer noch irgendwelche ziemlich verrückten Ideen haben. 😜
Deshalb möchte ich heute ein bisschen besser darauf achten, was mir guttut.
Mein Fazit
Vielleicht ist das für mich einer der größten Unterschiede zwischen 25 und 45:
Früher habe ich meinen Körper vor allem dafür genutzt, was ich machen wollte.
Heute sehe ich ihn ein bisschen mehr als etwas, um das ich mich auch kümmern möchte.
Nicht perfekt.
Nicht mit einem riesigen Optimierungsplan.
Sondern einfach aufmerksam.
Denn ich habe noch einiges vor.
Und ich möchte noch lange aktiv bleiben. 💛

