Wenn man im Internet nach Networkmarketing sucht, begegnet man schnell zwei sehr unterschiedlichen Welten.
Auf der einen Seite stehen Menschen, die von finanzieller Freiheit, flexibler Arbeit und großen Einkommensmöglichkeiten erzählen.
Auf der anderen Seite gibt es Kritik, Vorbehalte und die Frage, ob das Ganze überhaupt seriös sein kann.
Ich kann beide Seiten nachvollziehen.
Denn bevor ich mich näher mit dem Thema beschäftigt habe, war ich selbst skeptisch.
Manche Versprechen, die man online liest oder in sozialen Medien sieht, haben mich eher abgeschreckt als neugierig gemacht.
Mittlerweile bin ich RINGANA-Partnerin und baue mir neben meiner hauptberuflichen Selbstständigkeit als Fitnesstrainerin ein zweites Standbein auf.
Deshalb möchte ich hier einmal darüber schreiben, wie ich heute auf Networkmarketing blicke, was mir dabei wichtig ist und warum ich finde, dass wir gerade beim Thema Geldverdienen realistischer miteinander umgehen sollten.

Warum mich manche Versprechen im Networkmarketing abgeschreckt haben
Wer sich online mit Networkmarketing beschäftigt, stößt schnell auf Aussagen, die ziemlich verlockend klingen.
- Nebenbei Geld verdienen.
- Finanziell unabhängiger werden.
- Sich ein passives Einkommen aufbauen.
- Mehr Zeit für die Familie haben.
Das sind Wünsche, die ich durchaus verstehen kann.
Auch ich beschäftige mich mit der Frage, wie ich meine berufliche Zukunft gestalten und mir zusätzliche Möglichkeiten schaffen kann.
Was mich allerdings stört, ist die Vorstellung, dass sich all das quasi ganz einfach nebenbei und innerhalb kürzester Zeit erreichen lässt.
Ein Business aufzubauen bedeutet Arbeit und braucht Zeit.
Man muss sich mit den Produkten auseinandersetzen und herausfinden, wie man die Menschen erreicht, für die das eigene Angebot interessant sein könnte.
Je nachdem, ob man online oder offline arbeitet, gehört dazu beispielsweise auch, Inhalte zu erstellen, sichtbar zu werden und zu lernen, wie man Produkte verständlich und authentisch präsentiert.
Das alles passiert nicht automatisch, nur weil man einen Onlineshop eröffnet oder sich einem Unternehmen anschließt.
Auch dafür braucht es Zeit, Einsatz und die Bereitschaft, dazuzulernen.
Für mich gehört dazu vor allem, ehrlich zu bleiben: Es geht nicht darum, möglichst viel zu verkaufen oder Menschen etwas aufzuschwatzen, das sie eigentlich gar nicht brauchen.
Vielmehr möchte ich die Produkte vorstellen, von denen ich selbst überzeugt bin, und anderen die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, ob sie zu ihnen passen.
Genau diese Diskrepanz zwischen großen Versprechen und dem tatsächlichen Aufwand ist für mich ein Grund, weshalb Networkmarketing einen teilweise schlechten Ruf hat.
Und ich kann verstehen, dass solche Darstellungen Menschen abschrecken.
Mich haben sie anfangs jedenfalls nicht dazu motiviert, mich näher mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Warum ich trotzdem offen dafür geworden bin
Meine Entscheidung, mich näher mit RINGANA zu beschäftigen, hatte zunächst viel mit den Produkten und meinen persönlichen Erfahrungen zu tun.
Erst danach habe ich mich intensiver mit der Möglichkeit auseinandergesetzt, selbst Partnerin zu werden.
In meinem Artikel Warum ich mir ein zweites Standbein aufbauen wollte – und warum RINGANA für mich dazu passt erzähle ich ausführlicher, welche persönlichen Überlegungen hinter dieser Entscheidung stehen.
Hier geht es mir um einen anderen Aspekt: Ich wollte mir selbst ein Bild machen, statt mich allein von Vorurteilen oder besonders verlockenden Versprechen leiten zu lassen.
Denn ich finde, man sollte sich mit einem Geschäftsmodell auseinandersetzen können, ohne es von vornherein entweder zu verteufeln oder als Lösung für sämtliche finanziellen Wünsche darzustellen.
Für mich zählt, ob das Konzept zu mir passt, ob ich hinter den Produkten stehen kann und ob ich bereit bin, die notwendige Zeit und Arbeit zu investieren.
Mein erster Provisionserfolg: Über 300 Euro im ersten Abrechnungsmonat
Ein persönlicher Meilenstein hat mich besonders motiviert: In meinem ersten Abrechnungsmonat habe ich über 300 Euro Provision aus meiner RINGANA-Partnerinnentätigkeit erhalten.
Darüber habe ich mich wirklich gefreut.
Nicht, weil ich plötzlich davon ausgehe, dass ich ab jetzt jeden Monat denselben Betrag verdiene, sondern weil es für mich ein erster greifbarer Erfolg auf einem Weg war, den ich gerade erst begonnen habe.
Ich sehe diese Summe als persönliche Momentaufnahme und als Motivation, weiterzulernen und mein zweites Standbein Schritt für Schritt aufzubauen.
Dabei muss man natürlich auch berücksichtigen, dass 300 Euro für jeden etwas anderes bedeuten.
Für die einen ist das eine schöne zusätzliche Einnahme, für andere vielleicht zu wenig, um den investierten Aufwand als lohnenswert zu empfinden.
Das muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden.
Für mich persönlich ist es eine schöne Bestätigung, dass sich meine bisherige Arbeit bereits ausgezahlt hat.
Und ganz ehrlich: 300 Euro mehr zu haben, als ich ohne diesen zusätzlichen Einsatz hätte, ist für mich definitiv ein Grund, motiviert weiterzumachen. 💛
Mein Ergebnis ist natürlich keine Garantie dafür, dass andere Menschen ebenfalls diesen Betrag verdienen können.
Die tatsächlichen Einnahmen können individuell sehr unterschiedlich ausfallen und hängen unter anderem vom persönlichen Einsatz ab.
Ich weiß noch nicht, wie sich mein eigenes Business entwickeln wird.
Aber dieser erste Erfolg hat mir gezeigt, dass ich meinen Weg weiterverfolgen möchte.

Was ich unter einem realistischen Businessaufbau verstehe
Für mich bedeutet ein realistischer Umgang mit Networkmarketing vor allem, ehrlich mit den eigenen Erwartungen zu sein.
Ich gehe nicht davon aus, dass mein Business von heute auf morgen wächst.
Ich erwarte auch nicht, dass Einnahmen einfach weiterlaufen, ohne dass ich mich darum kümmere.
Ich möchte meine persönlichen Erfahrungen teilen und Produkte empfehlen, hinter denen ich stehen kann.
Dazu gehört für mich auch, nicht jedem Menschen etwas verkaufen zu wollen.
Eine Empfehlung sollte passen.
Und niemand sollte das Gefühl bekommen, etwas kaufen oder selbst Partner werden zu müssen, nur weil wir miteinander bekannt sind.
Genauso möchte ich offen damit umgehen, wenn ich über meine Partnerinnentätigkeit spreche.
Wenn ich durch eine Empfehlung oder einen Verkauf eine Provision erhalten kann, gehört diese Information für mich zur Transparenz dazu.
Ich finde, man kann ein Geschäftsmodell positiv sehen und trotzdem kritisch bleiben.
Man muss nicht jedes Versprechen übernehmen, nur weil man selbst Teil eines Unternehmens ist.
Ein zweites Standbein entsteht nicht über Nacht
Ich bin mittlerweile seit über 20 Jahren selbstständig und weiß deshalb, dass sich etwas Eigenes nicht von heute auf morgen entwickelt.
Auch meine heutige Tätigkeit als hauptberufliche Fitnesstrainerin, meine Kurse und meine Angebote sind nicht einfach über Nacht entstanden.
Es braucht Zeit, Erfahrung, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, immer wieder dazuzulernen.
Beim Aufbau meines zweiten Standbeins ist das nicht anders.
Ich möchte herausfinden, was zu mir passt, welche Erfahrungen ich sammle und wie sich das Ganze mit meiner Trainertätigkeit und meinem Alltag vereinbaren lässt.
Dabei geht es mir nicht darum, meine bisherige Arbeit zu ersetzen.
Ich möchte mir zusätzliche Möglichkeiten schaffen und sehen, was sich daraus langfristig entwickeln kann.
Vielleicht wächst das Business schneller, vielleicht braucht es länger als gedacht.
Beides ist möglich.
Ich finde es ehrlicher, diese Unsicherheit anzuerkennen, als heute schon Ergebnisse für die Zukunft zu versprechen.
Was ich Menschen mitgeben würde, die sich für Networkmarketing interessieren
Wenn du selbst überlegst, im Networkmarketing zu starten, würde ich dir nicht pauschal dazu oder davon abraten.
Ich würde dir empfehlen, dir Zeit für deine eigene Entscheidung zu nehmen.
Schau dir die Produkte und das Unternehmen genau an.
Informiere dich darüber, wie Provisionen zustande kommen und welche Kosten oder laufenden Verpflichtungen auf dich zukommen können.
Frage nach, welche Arbeit tatsächlich nötig ist, um Kunden zu gewinnen und langfristig Einnahmen zu erzielen.
Sei besonders vorsichtig, wenn dir ein bestimmtes Einkommen garantiert wird oder wenn es so klingt, als müsstest du nur starten und könntest dann fast ohne Aufwand Geld verdienen.
Und überlege dir, ob du hinter den Produkten und der Art, wie sie empfohlen werden, wirklich stehen kannst.
Du musst nicht jedes Geschäftsmodell gut finden.
Aber du musst dich auch nicht allein von den Erfahrungen anderer oder von besonders lauten Versprechen leiten lassen.
Entscheidend ist, dass du dir ein eigenes, möglichst realistisches Bild machst.
Mein persönliches Fazit
Ich bin noch am Anfang meines Weges als RINGANA-Partnerin.
Ich habe erste Erfahrungen gesammelt, mich über meinen ersten Provisionserfolg gefreut und weiß gleichzeitig, dass ich noch viel lernen werde.
Ich möchte weder behaupten, dass Networkmarketing für jeden geeignet ist, noch möchte ich unrealistische Erwartungen wecken.
Was ich mir wünsche, ist ein ehrlicherer Umgang mit dem Thema: weniger große Versprechen, mehr realistische Einblicke und die Möglichkeit, auch über Herausforderungen und offene Fragen zu sprechen.
Für mich ist Networkmarketing derzeit eine Möglichkeit, mir neben meiner Trainertätigkeit ein zweites Standbein aufzubauen.
Wie sich dieses entwickelt, wird die Zeit zeigen.
Ich gehe das Ganze Schritt für Schritt an – mit Neugier, mit realistischen Erwartungen und mit dem Wunsch, meinen eigenen Weg zu finden.
Denn ich glaube, dass man neue Möglichkeiten ausprobieren darf, ohne vorher genau zu wissen, wohin sie führen.
Wichtig ist mir dabei, ehrlich zu bleiben – über meine Erfahrungen, meine Erwartungen und das, was noch offen ist.
